Kleine Hinweise zur Seinsfühlung

Die Stille ist dein Freund. Aber weil dein Verstand Angst vor der Stille hat, will er weiterreden und behauptet das Gegenteil. Lausche auf die Stille und gehe tief in sie hinein. In der Stille findest du dein wahres Selbst.

Alle Antworten befinden sich in dir. Du benötigst nichts von Außen und brauchst keinen Worten zu glauben, um Selbsterkenntnis zu erlangen. Worte sind bestenfalls nur Hinweise auf dein wahres Selbst. Still hineinschauen, erkennen und erwachen kannst nur du allein.

Da ist kein »Ich«, das etwas tut. Glaube keinen persönlichen, gedanklichen Konzepten. Sie alle sind nicht das wahre ICH BIN – das eine Leben, das es nur gibt und das du bist.

Zen-Meister: Was fehlt in diesem Moment?



Ein Zen-Meister schaute in die Runde, hob seinen Finger und fragte:

»Was fehlt in diesem Moment?«

(Text und Bild aus Dirks Buch »Was dein Leben leuchten lässt«)


Wenn wir nicht göttlich sind, was sind wir dann? Ist es möglich, nicht Teil des Göttlichen zu sein?

Es geht für dich nur darum, friedlich und freudvoll zu werden, in der absoluten Gewissheit, das eine unsterbliche Leben zu sein.

Je mehr du innerlich aufräumst und dadurch der Stille in dir Raum gibst, umso mehr fühlst du dich geborgen und als Mensch im Sein zu Hause.

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Schwan - Text: Wenn du genau hinschaust
Wenn du genau hinschaust 

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie sehr alles leuchtet? Sieh dir eine Blume an, den Morgentau auf dem Gras, oder noch besser: das Leuchten in den Augen der Menschen.

Wenn du das Leuchten siehst, erkennst du deine eigene, unsterbliche Essenz im sogenannten Anderen. Obwohl es keinen Anderen gibt, weil alles eins ist, zeigt sich das eine Leben ständig in vielfacher Form. Es ist wie ein Ozean, der verschiedene Wellen erzeugt.

Wenn du einen Menschen oder eine Sache offen betrachtest, spürst du plötzlich eine liebevolle Wärme, die aus dir selbst emporsteigt. Dein Verstand – dein Denken – wird still. Und das ist gut, denn wenn es still in dir ist, kannst du die allumfassende Verbundenheit fühlen – deine wahre Natur.

Aber schon schnell entsteht beim Betrachten einer Situation wieder ein gedanklicher Kommentar, eine Beschreibung dessen, was wir zu sehen glauben. Und weil wir uns meist nur so kennen, neigen wir sofort wieder dazu, unseren Gedanken zu glauben, anstatt der Stille, an der kein gedankliches Etikett kleben bleibt. Und schon sind wir wieder von unserer eigenen Erkenntnis abgelenkt, dass Trennung nicht existiert.

Sei still – sieh genau hin – und fühle, dass du eins mit allem bist. Das ist wahre Liebe, die kein Gegenteil kennt.

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